Aktuelles

Knapp 50 Mitglieder und Besucher kamen am Mittwoch, 16.05. zur Hauptversammlung der BürgerEnergie Bachgau eG in das Pfarrheim am Dellweg in Großostheim.

Bild 1 GV 2018

Wie Vorstand Thomas Böhrer ausführte blickt die Genossenschaft auf ein ruhiges und solides Geschäftsjahr zurück. Die Mitgliederzahl sank leicht auf 256 Mitglieder, Unternehmensumsatz und -gewinn sind durch langfristige Verträge gesichert.

Beim Jahresrückblick betonte Thomas Böhrer das verantwortliche Handeln und die Umsetzung der Unternehmensphilosophie von Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft. „Wir möchten nur in Projekte investieren, die unseren Unternehmenszielen entsprechen und auch wirtschaftlich tragfähig sind“. Dies habe eben zur Folge, dass auch auf manche mögliche Investitionen verzichtet wurde. Auch das Jahr 2017 war geprägt durch vielfältige Sondierungs- und Verhandlungsrunden mit verschiedenen Gesprächspartnern.

Besonders positiv ist der nun erfolgte Vertragsabschluß mit der Gemeinde zur Installation eines neuen Blockheizkraftwerkes in den Nahwärmeverbund rund um die Großostheimer Welzbachhalle. Für rund 170.000,- Euro wird hier ein neues BHKW errichtet, welches die bestehende Hackschnitzelheizung unterstützen und so für Wärmezufuhr zum Freibad und in die neue Turnhalle sorgen soll. Durch diese Investition ist ein weiterer großer Schritt getan, um die Energiegenossenschaft auf finanziell solide Füße zu stellen.

Bei dem Ringen um die Beteiligung an den Großostheimer Energienetzen waren letztendlich die bürokratischen Hürden zu hoch. Um eine gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung zu vermeiden wird sich nun alleine die Marktgemeinde Großostheim als Gesellschafter mit EON an den Großostheimer Netzen beteiligen. Doch auch in dieser Konstellation ist das strategische Ziel vorerst erreicht und bei möglichen Neuverhandlungen in einigen Jahren sitzt die BürgerEnergie Bachgau eG sicher wieder mit am Tisch.

Zum geplanten Windpark im Wörther Stadtwald konnte berichtet werden, dass sich die Planungen momentan in der Gutachtenphase befinden. Nach Vorliegen aller benötigter Gutachten Ende 2018 / Anfang 2019 können Verhandlungen über eine mögliche Beteiligung geführt werden.

Finanzvorstand Georg Vöhringer bekräftigte, dass die Genossenschaft weiterhin finanziell auf grundsoliden Beinen steht. Der Unternehmensumsatz stieg marginal auf gut 30.000,-Euro, daraus resultierte ein Jahresüberschuss von rund 10.500,- Euro. Von den anwesenden Mitgliedern wurde der vorgestellte Jahresabschluss abgesegnet, der Überschuss fließt teils in die gesetzliche Rücklage, teils in die Gewinnrücklage.

Auf die angesprochene und mögliche Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 4% wird in diesem Jahr noch verzichtet, das Kapital solle lieber in das neue Blockheizkraftwerk mit einfließen. Dies wurde, nach einigen Diskussionsbeiträgen, so von der Generalversammlung mehrheitlich beschlossen.

Vorstand Andreas Lieb stellte in seiner Ansprache die zur Zeit laufenden Anlagen mit bisher erwirtschafteten Ertrag vor und errechnete den dadurch vermiedenen Ausstoß an CO2. Dies verdeutlichte, dass selbst kleine regionale Projekte einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Weiterhin stellte er die technischen Details des neuen Blockheizkraftwerkes im Nahwärmeverbund Welzbachhalle vor, welches mit einer Leistung von ca. 50kW elektrisch und ca. 80kW Wärmeabgabe deutlich größere Dimensionen einnimmt als das bisher bestehende BHKW im Hallenbad der Grundschule.

Bei den abschließenden Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die drei Aufsichtsratsmitglieder Rudolf Welzbacher, Pim Hamminga und Dr. Thomas Bechtloff einstimmig in Ihrem Amt bestätigt.

Knapp 50 Mitglieder und Besucher kamen am Mittwoch, 17.05. zur Hauptversammlung der BürgerEnergie Bachgau eG in das Pfarrheim am Dellweg in Großostheim.

Wie Vorstand Thomas Böhrer ausführte blickt die Genossenschaft auf ein ruhiges und solides Geschäftsjahr zurück. Die Mitgliederzahl blieb konstant bei 259 Mitgliedern, Unternehmensumsatz und -gewinn sind durch langfristige Verträge gesichert.

Bild 1 GV 2017

Beim Jahresrückblick betonte Thomas Böhrer das verantwortliche Handeln und die Umsetzung der Unternehmensphilosophie von Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft. „Wir möchten nur in Projekte investieren die unseren Unternehmenszielen entsprechen und auch wirtschaftlich tragfähig sind“. Dies habe eben zur Folge dass auch auf manche mögliche Investitionen verzichtet würde.

Das Jahr 2016 war auch geprägt durch vielfältige Sondierungs- und Verhandlungsrunden mit verschiedenen Gesprächspartnern.

So ist zum Beispiel die mögliche Beteiligung an den Großostheimer Energienetzen immer wieder Thema von längeren Sitzungen in unterschiedlicher Zusammensetzung. Eine alleinige Übernahme der Netze ist aufgrund fast unüberwindbarer Hürden schwierig zu gestalten, darum ist hier eine Kompromisslösung in den Fokus gerückt. Allerdings konnte bis dato noch keine zufriedenstellende Lösung mit dem bisherigen Netzbetreiber gefunden werden, die Verhandlungen gestalten sich wie erwartet sehr schwierig. Um genügend Zeit für weitere Gesprächsrunden zu finden wurde daher erst einmal die Kündigungsfrist für die Konzession um ein Jahr aufgeschoben.

Noch in der Anfangsphase stecken die Informationsgespräche über eine mögliche Beteiligung an einem geplanten Windpark im Wörther Stadtwald. Hier müssen erst noch einige Gutachten vom Betreiber erstellt werden bevor die konkreten Planungen angegangen werden können.

Bild 2 GV 2017

Weiter fortgeschritten sind die Vorbereitungen bei der Installation eines Blockheizkraftwerkes in den Nahwärmeverbund rund um die Großostheimer Welzbachhalle. Die technischen Voraussetzungen wurden vom Gutachterbüro festgelegt, nun kann die Kalkulation und Angebotsabgabe erfolgen. Aufgrund des aktuellen politischen Gegenwindes und der gesunkenen Energiepreise muss die BürgerEnergie Bachgau eG hier mit spitzem Stift rechnen, erhofft sich aber doch letztendlich den Zuschlag zu erhalten.

Finanzvorstand Georg Vöhringer bekräftigte dass die Genossenschaft weiterhin finanziell auf grundsoliden Beinen steht.

Der Unternehmensumsatz stieg leicht auf gut 30.000,-Euro, daraus resultierte ein Jahresüberschuss von rund 9.700,- Euro. Von den anwesenden Mitgliedern wurde der vorgestellte Jahresabschluss abgesegnet, der Überschuss fließt teils in die gesetzliche Rücklage, teils in die Gewinnrücklage.

Auf die angesprochene und mögliche Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 4% wird in diesem Jahr noch verzichtet um einen unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand zu umgehen. Dies wurde so von der Generalversammlung mehrheitlich beschlossen mit dem Hinweis im nächsten Jahr erneut darüber zu entscheiden.

Vorstand Andreas Lieb stellte in seiner Ansprache die Grundzüge der geplanten Energiewende dar und was die Umsetzung konkret bedeuten müsste. Demnach ist insbesondere die starke Nutzung von Wärmepumpen und Elektroautos wichtig. Nur so könne die Energiewende energieeffizient gestaltet werden und damit und in den nächsten Jahrzehnten genügend Windräder und Solaranlagen installiert werden.  Zudem ist festzustellen dass die Bundesregierung nur halbherzig an dem Ausbau festhält und der notwendige Zeitplan so keineswegs einzuhalten ist. Dies erschwert auch der BürgerEnergie Bachgau eG die Arbeit, da neben sinkenden Energiepreisen auch die große Politik in Berlin gegen genossenschaftliche Energieprojekte spielt. Wie von einem anwesenden Genossenschaftsmitglied angemerkt ist hier die erfolgreiche Lobby-Arbeit der Großkonzerne deutlich zu spüren. Lokal ergibt sich natürlich ein anderes Bild, denn hier vor Ort steht die Gemeinde Großostheim der Energiegenossenschaft sehr wohlwollend zur Seite.

Bei den abschließenden Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die drei Aufsichtsratsmitglieder Harald Fuchs, Michael Gutberlet und Reinhold Dier einstimmig in Ihrem Amt bestätigt.

Bild Generalversammlung 2016

Rund 70 Mitglieder und Besucher kamen am Mittwoch, 11.05. zur Hauptversammlung der BürgerEnergie Bachgau eG in das Pfarrheim am Dellweg in Großostheim.

Wie Vorstand Thomas Böhrer ausführte stieg die Mitgliederzahl der Genossenschaft im Laufe des Jahres 2015 leicht an, von 253 Mitgliedern auf 259 Genossen. Das Eigenkapital der Genossenschaft ist im vergangenen Jahr auf knapp 188.000,- Euro angewachsen.

Beim Jahresrückblick hob Thomas Böhrer, neben den bisher umgesetzten Projekten, in 2015 eine neue Photovoltaikanlage auf dem der Dach der Schulturnhalle Ringheim, auch die grundsolide Finanzierung der Genossenschaft hervor. In 2015 konnten bestehende Verbindlichkeiten deutlich reduziert werden und weitere Rückstellungen wurden gebildet. Weiterhin wurde der Unternehmensumsatz weiter gesteigert auf knapp 29.000,- Euro. Daraus resultiert ein operativer Jahresüberschuss von rund 11.300,- Euro welcher durch freiwillige Rückstellungen noch etwas reduziert wird.

Im Jahr 2015 erfolgte die erste routinemäßige Prüfung durch den Genossenschaftsverband Bayern, welche bis auf einige kleine Formfehler keine Mängel ergab. Ein Kurzbericht dieser Prüfung ist für alle Mitglieder auf der Homepage einsehbar.

Einen kurzen Rückblick auf das realisierte Photovoltaik-Projekt des vergangenen Jahres gab der technische Vorstand Reinhold Dier.

Bereits im Herbst 2015 fertig gestellt wurde diese 10 kwp-Anlage auf dem Dach der Schulturnhalle in Ringheim. Ans Netz ging diese Anlage jedoch erst Anfang des Jahres 2016 um einen gewissen zeitlichen Abstand zur schon erstellten Solaranlage auf dem Quartierszentrum zu erreichen. So wird jede Anlage, auf gleicher Flurnummer, vom Netzbetreiber separat betrachtet und die Zahlung der EEG-Umlage ist nicht notwendig.

Bei diesem, wie auch den bisherigen Projekten, bezahlt die Gemeinde Großostheim der Genossenschaft eine Pacht, um den produzierten Strom oder die Heizleistung zu verbrauchen.

Der von Finanzvorstand Georg Vöhringer vorgestellte Jahresabschluss wurde einstimmig von den anwesenden Mitgliedern abgesegnet, der Überschuss von 6.446,87 Euro (nach Abschreibungen, Zinsen und Rückstellungen) fließt teils in die gesetzliche Rücklage, teils in die Gewinnrücklage.

Für die Zukunftsplanung der Genossenschaft und die zukünftige Geschäftsentwicklung ist es weiterhin notwendig kleinere und mittlere Projekte zu realisieren um stetige Einnahmen und damit Abdeckung der laufenden Kosten zu erreichen. Hier befindet sich momentan ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Großostheim in der Pipeline, eine Erweiterung des Nahwärmeverbundes rund um die Welzbachhalle durch Einbringung eines Blockheizkraftwerkes. Hierzu laufen bereits erste Planungen und Kalkulationen um Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu belegen.

Ein immer wieder angesprochenes Thema ist die Übernahme der Großostheimer Energienetze von den bisherigen Betreibern. Wie von Thomas Böhrer dargelegt ist dies ein recht komplexer Vorgang mit vielen Unwägbarkeiten und Risiken. Doch die ersten Gespräche hierzu laufen bereits um die Möglichkeiten und Probleme auszuloten. Hier müssen in naher Zukunft verschiedene Vorgehensweisen und auch Kompromisse auf Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft werden.

Beim Blick auf das Thema Windkraft konnte nur erläutert werden dass es kein relevanten Neuigkeiten gibt und darum momentan alle geplanten Projekte dieser alternativen Energieerzeugung im Bachgau auf Eis liegen. Grund hierfür ist hauptsächlich der 15 km Sperrbereich um das „Funkfeuer Charly“, zwischen Pflaumheim und Ringheim. Aber die Genossenschaft bleibt bei diesem Thema weiter am Ball und verfolgt alle möglichen Änderungen auf politischer Seite.

Die von Bürgermeister Herbert Jakob geleiteten Vorstands- und Aufsichtsratswahlen ergaben folgende Änderungen in der Führungsriege.

Thomas Böhrer und Georg Vöhringer wurde als Vorstände bestätigt, der bisherige Aufsichtsrat Andreas Lieb rückt in den Vorstand auf.

Für den Aufsichtsrat wurden Martina Rollmann, Jürgen Fischer und Bertram Peter wieder ins Amt gewählt, der ausscheidende Vorstand Reinhold Dier komplettiert das Gremium.

PV_Anlage_Schule_Ringheim

Anfang April 2016 nahmen wir eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule in Ringheim in Betrieb. Sie ist unser sechstes abgeschlossenes Projekt seit Gründung der Genossenschaft im Jahr 2013.

Die Anlage verfügt über eine Leistung von 9,9 kWp und wurde bereits 2015 im Rahmen von Dacharbeiten installiert.

Aus legislativen Gründen konnte sie jedoch erst 2016 in Betrieb genommen werden. Wie all unseren PV-Anlagen erreicht sie sehr hohe Eigenverbrauchsanteile.

Errichtet wurde sie von der Firma Heger in Großostheim.

Mitte 2015 erfolgte die erste turnusmäßige Prüfung der BürgerEnergie Bachgau eG durch den Genossenschaftsverband Bayern. Das Resultat dieser Prüfung ist zufriedenstellend und bis auf einige kleine Formrügen ohne Mängel. Eine Kurzfassung des Prüfungsprotokolles steht zur Information unserer Mitglieder zum Download bereit.

Sehr geehrte Genossin, sehr geehrter Genosse,

 

zur ordentlichen Generalversammlung der BürgerEnergie Bachgau eG laden wir Sie in ihrer Eigenschaft als Mitglied der Genossenschaft sehr herzlich ein:

 

Am Mittwoch, 29.04.2015 um 19:30 Uhr

in der Bachgauhalle Großostheim (Bachgaustraße, 63762 Großostheim)

 

Wir freuen uns über Ihr Erscheinen! Bitte bringen Sie zur Ausübung ihrer Stimmrechte ihre Einladung mit zur Generalversammlung.

 

Für den Download des Geschäftsberichtes bitte auf "Einladung zur Generalversammlung 2014" klicken und anschließend das PDF downloaden.

Vor rund 50 interessierten Zuschauern informierte die BürgerEnergie Bachgau eG, zusammen mit geladenen Fachreferenten, am 03. Februar über die aktuelle Solarinitiative von Stadt und Landkreis Aschaffenburg sowie Landkreis Miltenberg, das 500-Dächer-Programm.

 

Foto 6 3 Februar 2015

Herr Gasper von der Energieagentur Bayerischer Untermain stellte das 500-Dächer-Programm im allgemeinen vor, mit welchem die Stadt Aschaffenburg sowie die Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg die Nutzung von selbst produziertem Strom sowie den Einsatz von Energiespeichern in unserer Region voranbringen möchten. Hier wurde auch deutlich herausgestellt warum es in Zukunft sinnvoll sein wird auf selbst erzeugte Elektrizität zu setzen.

 

Die Firma BMZ GmbH in Karlstein am Main – ein führender Hersteller von wiederaufladbaren Akkupacks in Europa– stellt ein Sonderkontingent an hochmodernen modularen Lithium-Ionen-Energiespeichern kostengünstig für dieses Förderprogramm zur Verfügung. Herr Bauer, Geschäftsführer von BMZ, verdeutlichte in seinem lebhaften Vortrag ausführlich die Leistungsfähigkeit dieser modernen Akkus. Sowohl in Sachen Lebensdauer, Energieleistung als auch Sicherheit sind diese Speicher nicht mehr mit herkömmlichen Modellen vergleichbar. So kann jeder relativ einfach den eigenen Energiespeicher im Keller installieren lassen um die gewonnene Solarenergie dann zu verbrauchen wann er möchte.

 

Anschließend erläuterte Herr Kremeier von der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau die momentanen Fördermöglichkeiten für Photovoltaikanlagen im Rahmen dieses Programmes und erstellte hierzu auch Musterrechnungen für Anlagen mit und ohne Energiespeicher. So erhielten die Zuhörer auch gleich konkrete Zahlen zu möglichen Solarprojekten.

 

Im Anschluss wurde die Möglichkeit rege genutzt den anwesenden Fachleuten Fragen zum Thema zu stellen. Neben der Frage der Rentabilität wurde vor allem die Speichermöglichkeit intensiv hinterfragt. Dies zeigt das Interesse an vor allem dieser Thematik. Denn hiermit wird es möglich Solarstrom auch Abends und Nachts zu verbrauchen, wenn die Sonne nicht mehr scheint.

 

Für diesen gelungenen Abend möchte sich die BürgerEnergie Bachgau eG bei allen teilnehmenden Referenten sowie bei den zahlreichen Besuchern bedanken.

Im Jahr 2011 trägt Ministerpräsident Horst Seehofer dick auf und erklärt mit seiner Regierungserklärung Bayern zum “Land der Bürgerenergie”. Damals wollte er, dass alle im Freistaat von der Energiewende profitieren - nicht nur die Konzerne. Und er machte es pathetisch und deutete den Ausstieg Bayerns aus der Atomkraft als Teil eines neuen Gesellschaftsvertrags für den Freistaat um. Zitat: “Ein schneller Ausstieg bis zum Jahr 2022 ist machbar, wirtschaftspolitisch vertretbar und ethisch geboten!”

 
Von dieser Botschaft hat sich die bayerische Staatsregierung mit der heutigen Änderung der bayerischen Bauordnung zu den Abstandsflächen von Windrädern (kurz 10 H) ebenso größtenteils verabschiedet, wie vom eigenen ebenso 2011 in Kraft gesetzen bayerischen Energiekonzept „Bayern innovativ“.
 
 
Und dies aller Expertenmeinungen zum Trotz. Mit IHK, bayerischem Landkreistag, bayerischem Städtetag, bayerischem Gemeindetag, Bund Naturschutz, uvm. sind sich alle Experten einig: Die 10-H-Regel ist unnötig. Der Gesetzentwurf unausgereift! Viele Klagen werden die Folge sein. Einige Organisationen haben eine Verfassungbeschwerde angekündigt.
 
 
10 H ist eine Gesetzesänderung, welche nicht nur Wettbewerbsnachteile für private Investoren, lokale Bürgerenergie-Projekte und Genossenschaften mit sich bringt, sondern auch den weiteren Windkraftausbau in Bayern nahezu zum Erliegen bringen wird. Denn faktisch verbleibt in Bayern nach Schätzung noch 0,05 % der Landesfläche für den Bau von Windkraftanlagen. Die noch 2011 angestrebten 1500 Anlagen und einen Anteil der Windkraft von 10 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung bis 2021 rücken so in weite Ferne. Ohne Windkraft fehlt also eine wesentliche 
Säule zur Umsetzung der Energiewende in Bayern.

 
Nicht zuletzt ist der Energiedialog des bayerischen Wirtschaftsministeriums damit ad absurdum geführt, da aufgrund der Einschränkungen für die Windkraft keine Ergebnisoffenheit mehr gegeben ist.
 
 
Wir erachten 10 H als überflüssigen politischen Aktionismus welcher zudem durch nicht ausreichenden Bestandsschutz für Bürgerenergieanlagen und durch zusätzliche oder erneute Konzentrationsflächenplanungen in den Kommunen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen wird.
 
 
"10 H verschlechtert die Rahmenbedingungen für die Energiewende massiv. Die Folgen sind unerwünschte Alternativen in Form von z.B. Gaskraftwerken und ein zwangsläufig erweiterter Übertragungsnetzausbau. Zudem wurden mit einem weiteren Hindernis für die bayerische Windkraft zahlreiche Chancen für Bürgerenergieprojekte und damit für regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Klimaschutzfortschritte sehenden Auges 
verspielt", erläutert Markus Käser das Fazit des Bürgerenergie Bayern e.V.
 
 
Einzig positiver Umstand der 10-H-Regel ist, dass eventuell energieaktive Kommunen in Kooperation mit BEG gegenüber Heuschreckenivestoren den Vorteil der Regionalität besser ausnutzen können.

 
“Bürgerinnen und Bürger bedauern die erschwerten Bedingungen sehr. Sie werden sich die Wertschöpfung in Bayern und die Energiewende jedoch nicht kaputtmachen lassen und jetzt erst recht weiter für eine Energieversorgung in Bürgerhand arbeiten”, so Lisa Badum von der Initiative Rückenwind und Mitglied im BEBay Vorstand.
 
 
Erwin Huber (CSU) erwähnte im Rahmen der Anhörung zu 10 H im Wirtschaftsausschuss: "Der Atomausstieg ist irreversibel!" Wir bitten in diesem Sinne die Staatsregierung wieder auf ihren selbst gesetzen Kurs in Richtung „Bürgerenergieland und Energiewende“ zurückzukehren und nicht der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken den Weg zu bereiten!

 

Weitere Informationen unter http://www.buergerenergie-bayern.org/

Anfang Oktober trafen sich die Aufsichtsräte der BürgerEnergie Bachgau eG um ihren Pflichten als Kontrollorgan der Energiegenossenschaft nach zu gehen. Bei einem Vor-Ort-Termin am Dellweg ließen sie sich Anlagen und Funktionen des neuen Blockheizkraftwerkes der Genossenschaft zeigen und erklären. Schließlich ist es eine der Hauptaufgaben des Aufsichtsrates die Verwendung der Genossenschaftsmittel zu überprüfen und abzusegnen.

 

Das neu installierte Blockheizkraftwerk in den Technikräumen des Hallenbades der Schule am Dellweg dient zur Warmwasserbereitung und -versorgung des Schwimmbades sowie der zugehörigen Duschräume. Hierfür erzeugt das BHKW eine Wärmeleistung von bis zu 30 kW. Die anfallende elektrische Leistung von bis zu 15 kW wird direkt in die Gebäude der Schule am Dellweg eingespeist und somit vor Ort verbraucht. Mit einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 92% ist dieses neue Aggregat hocheffizient und deutlich ökonomischer als der vorherige Brennkessel.

 

Mit diesem Projekt gelingt es der BürgerEnergie Bachgau eG wieder ein kleines Zeichen zu setzen für einen möglichst ressourcenschonenden Umgang mit vorhandenen Energien. Denn die Energieeffizienz ist ein wesentlicher Teil der angestoßenen Energiewende und kann sowohl im Großen als auch im Kleinen mit modernen Technologien umgesetzt werden.

Nachdem wir im Juli diesen Jahres unser Blockheizkraftwerk ans Netz nehmen konnten, steht nun die Inbetriebnahme der LED-Beleuchtung in der Turnhalle Wenigumstadt bevor. Die Installation ist bereits erfolgt, derzeit laufen letzte technische Abstimmungsarbeiten.

 

Auch die Photovoltaikanlage Mehrgenerationenhaus steht vor der baldigen Fertigstellung. Die Ausschreibung ist bereits vergeben, die Montage soll in wenigen Wochen starten. Die Inbetriebnahme ist noch für 2014 vorgesehen.

 

Damit wird die BürgerEnergie Bachgau alle Projekte realisieren, die sie sich für 2014 vorgenommen hatte. Weitere Projekte für das Jahr 2015 oder darüber hinaus befinden sich derzeit in Planung.

Ende Juli nahm die BürgerEnergie Bachgau ihr drittes Projekt in Betrieb. Im Schwimmbad am Dellweg wurde ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 15 kW installiert, das ab sofort das dortige Hallenbad und Friedensschule mit Strom versorgen wird. Die dabei anfallende Wärme wird zur Beheizung des Hallenbades eingesetzt. Auf diese Weise werden sehr hohe Gesamtwirkungsgrade erzielt, womit der benötigte Brennstoff maximal ausgenutzt werden kann.

 

Abnehmer von Strom und Wärme ist die Gemeinde Großostheim, für die die BürgerEnergie Bachgau bereits zwei Photovoltaikanlagen installiert hat. Das Blockheizkraftwerk stellt nun einen weiteren Schritt in Richtung einer energieffizienten, dezentralen und bürgernahen Energieversorgung dar. Die Baukosten lagen bei ca. 80.000 Euro.

 

Zwei weitere Projekte befinden sich in Planung und sollen noch dieses Jahr realisiert werden. Dabei handelt es sich um eine Solaranlage auf dem aktuell in Bau befindlichen Mehrgenerationenhaus in Ringheim sowie um den Austausch von Leuchtstoffröhren durch moderne energiesparende LED-Beleuchtung in der Wenigumstädter Turnhalle.

 

 

Mit rund 150 Mitgliedern war die erste Hauptversammlung der BürgerEnergie Bachgau eG am 09.04. in Großostheim, trotz Champions-League-Viertelfinale, sehr gut besucht. Dies zeugt von weiterhin regem Interesse an den Aktivitäten der Energiegenossenschaft.

 

Wie Vorstand Thomas Böhrer ausführte war die Genossenschaft vor gut einem Jahr mit 35 Mitgliedern gegründet worden, bis Jahresende 2013 stieg deren Anzahl auf 237 Genossen. Bei einem kurzen Rückblick auf die Projekte des vergangenen Jahres erläuterte der technische Vorstand Reinhold Dier die beiden realisierten Photovoltaikprojekte (Technikgebäude der Welzbachhalle und Wasserwerk Ringheim) und blickte auf die Vorhaben in 2014.

 

Geplant ist, in der Schule am Dellweg ein Blockheizkraftwerk zu installieren, das im Hallenbad für Warmwasser und Strom sorgt. Wegen gesetzlicher Änderungen soll es spätestens bis Ende Juli fertig sein. In der Schulturnhalle in Wenigumstadt will die Genossenschaft die Beleuchtung auf LED umrüsten. Laut Dier können dadurch 6000 Kilowattstunden Strom pro Jahr eingespart werden. Das dritte in diesem Jahr angepeilte Projekt ist der Bau einer Solaranlage auf dem Dach des Quartierszentrums, das in Ringheim entsteht. Bei diesen wie auch den bisherigen Projekten bezahlt die Gemeinde der Genossenschaft eine Pacht, um den produzierten Strom oder die Heizleistung zu verbrauchen.

 

Der von Finanzvorstand Georg Vöhringer vorgestellte Jahresabschluss wurde einstimmig von den anwesenden Mitgliedern abgesegnet, der Überschuss von 1097,- Euro fließt teils in die gesetzliche Rücklage, teils in die Gewinnrücklage.


Bei einem Ausblick in die Zukunftsplanung der Genossenschaft wurde auch das brisante Thema Windkraft angesprochen. Da auf Großostheimer Gebiet ein Windpark nicht möglich ist, orientiert sich die BürgerEnergie Bachgau eG nach Aussage von Thomas Böhrer in der nahen Umgebung. »Wir schauen nach anderen Möglichkeiten. Wir haben gute Kontakte nach Mömlingen, Schaafheim und Groß-Umstadt, wo Anlagen in Planung sind.« Mit der am Dienstag verabschiedeten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) besteht nun Planungssicherheit.


Es bleibe aber das Problem mit dem Funkfeuer Charlie zwischen Ringheim und Pflaumheim, so Böhrer. Dieses Signal dient Piloten beim Anflug auf den Frankfurter Flughafen, nach Aussage der Flugsicherung darf in einem Umkreis von 15 Kilometern kein Windrad errichtet werden. Böhrer verwies jedoch auf einen Fall bei Oldenburg, wo diese pauschale Aussage gekippt worden sei. Auch im Bachgau hoffe er auf eine Lösung über eine Einzelfallentscheidung oder eine technische Aufrüstung des Funkfeuers. Bis die Energiegenossenschaft auch die Windkraft zu ihren Betätigungsfeldern zählt, können allerdings noch einige Jahre vergehen, die Investitionen könnten dann in die »Millionen gehen«.


Im Aufsichtsrat der BürgerEnergie Bachgau eG bleibt alles beim Alten: Die Mitglieder bestätigten Andreas Lieb, Michael Gutberlet und Harald Fuchs, die turnusmäßig zur Wahl gestanden hatten.

Am Mittwoch, den 09.04.2014 um 19.30 Uhr werden wir in der Bachgauhalle Großostheim unsere erste Generalversammlung abhalten. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen! Dort werden wir über das Geschäftsjahr 2013 berichten. Nicht nur die Geschäftszahlen sind interessant, wir werden Sie auch über die abgeschlossenen Projekte informieren und einen Ausblick in die Zukunft der BürgerEnergie Bachgau eG geben.

Den vorläufigen Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2013 können sie hier einsehen.

Einstimmig beschlossen die Vorstände der BürgerEnergie Bachgau eG, Thomas Böhrer, Georg Vöhringer und Reinhold Dier zusammen mit den Aufsichtsräten die aktive Unterstützung des neu gegründeten Bündnisses Bürgerenergie in Berlin. Ziel dieses Bündnisses ist eine gemeinsame Interessenvertretung bei der Bundesregierung in Berlin.

Denn Bürgerenergie ist der Marktführer der Energiewende. Alleine im Jahr 2012 haben Bürgerinnen und Bürger über fünf Milliarden Euro in Erneuerbare Energien investiert. Fast jede zweite Kilowattstunde Ökostrom stammt aus Anlagen, die Bürgern gehören.Doch wenn in Berlin über die Zukunft der Energiewende entschieden wird, haben die Interessen der Bürgerenergie bisher keine Stimme. Dies soll sich nun ändern.

„Unser Ziel ist es, der Bürgerenergie im politischen Berlin eine kraftvolle Stimme zu verleihen“, sagt Ursula Sladek, eine der Initiatorinnen des Bündnisses sowie aktuelle Trägerindes Deutschen Umweltpreises. „Die von der großen Koalition vorgeschlagenen Reformpläne sind ein Schlag in das Gesicht der Millionen Bürger, die sich für eine dezentrale Bürgerenergiewende einsetzen. Ein Schlag ins Gesicht der Millionen Menschen, die sich für aktiven Klimaschutz vor Ort, die Aufwertung ihrer Region, Generationengerechtigkeit, politische Teilhabe und langfristige Stabilität der Energiepreise engagieren.“

Das neue Bündnis versteht sich als Kompetenzzentrum für alle Fragen der Bürgerenergie.

„Die Bundesregierung hat noch nicht erkannt, dass vor allem die Bürgerinnen und Bürger vor Ort mehr Nachhaltigkeit in die Energieversorgung bringen. Ohne sie wäre die Energiewende noch weit von den politisch erklärten Zielen entfernt“, erklärt Dietmar Freiherr von Blittersdorff, Aufsichtsrat des Bündnisses und Vertreter von „Energiewende Jetzt“, einem Netzwerk für Bürgerenergiegenossenschaften. „Dieses Engagement gilt es zu erhalten und zu fördern, auch weil wir damit ein Vorbild für viele andere Länder sind.“

„Die Energiewende von unten ist akut gefährdet durch das geplante neue Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) des Bundesenergieministers“, sagt Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes für Erneuerbare Energie und ebenfalls im Vorstand des Bündnisses für Bürgerenergie. „Bisher wurde bei der Energiewende die Akteursvielfalt großgeschrieben.

Mit der Einführung von verpflichtender Direktvermarktung sowie Ausschreibungen für Erneuerbare Energien macht die Bundesregierung eine Energiepolitik, die nur die Interessen der großen Marktakteure bedient. Das bremst die Energiewende radikal aus und gefährdet auch deren Akzeptanz. Denn die Erneuerbaren Energien sind in der Bevölkerung bislang populär, weil sie politische und wirtschaftliche Teilhabe ermöglichen.“

Vor diesem Hintergrund richtet das Bündnis Bürgerenergie einen klaren Appell an die Bundesregierung: „Ohne Bürgerenergie keine Energiewende. Bürgerbeteiligung darf nicht zu einer Frage von Ausnahmeregelungen und Bagatellgrenzen verkommen. Bürgerenergie muss im Zentrum der Politik stehen“, betont Ursula Sladek. „Deshalb fordern wir von der Politik auch zukünftig das Engagement der Bürgerenergiegenossenschaften, Bürgerwindparks, Solarfördervereine, der Landwirte sowie der Einzeleigentümer mit ihren Hausdächern zu fördern.“

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